Zementig

Grobe Materialien können echt spannend sein. So auch Zement. Dass ich damit arbeiten würde, war also unausweichlich.

Als erstes traute ich mich an einen Blumentopf ran. Zwei gleiche Blumentöpfe in unterschiedlichen Größen dienten als Schale, in die ich den Zement in Form goss. Am Anfang war es ganz schön schwer abzuschätzen wie lange Zement wohl zum Trocknen braucht. Irgendwann war klar: Mit ein paar Stunden ist die Sache nicht getan. Bis der Zement wirklich trocken war, sind wohl 3 Tage vergangen. Beim ersten Mal war ich noch zu ungeduldig, sodass mir vom nur halbtrockenen Zement eine Ecke abgebrochen ist. Aber irgendwie passt das wiederum zum Charakter des Topfes.

Schmuckständer

Als nächstes kam das Projekt „Schmuckständer“ dran. Hier diente der Zement als Sockel für das hohe Gestell.

Couchtisch

Nachdem die Wohnung also mit Zementtöpfen und -schalen vollgestellt war, traute ich mich, zusammen mit meinem Dad, an das große Projekt ran: Eine Couchtischplatte aus Zement gießen. Meine Herren, war das Arbeit!

Gußform

Zunächst einmal:70 kg Zement hochtragen. Aus Kantholz bastelten wir einen Rahmen und verschraubten ihn sorgfältig. Diesen auf eine glatte, mit Plastik ausgelegte Oberfläche gelegt, kam anschließend der Zement rein. Wir verarbeiteten auch noch eine Styrodurplatte von unten mit ein, damit die Tischplatte nicht noch massiver wird. Letztlich haben wir die Platte so gegossen wie sie auch auf dem Gestell liegt, also mit der offenen Seite nach oben. Das macht die Oberfläche sehr rauh und steinig. Es wäre vielleicht interessant, mal eine Platte andersrum zu gießen, so dass die Seite, die beim Gießen unten auf dem Plastik liegt, nachher die Oberfläche des Tisches ergibt. Wahrscheinlich wird sie so sehr viel glatter.